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Entspannungsdreieck

Entspannung & Alltag

Pausen im Homeoffice: Bildschirmzeit unterbrechen, ohne den Tag zu zerreißen

Schreibtisch im Homeoffice mit Tasse und Pflanze

Im Büro entsteht manches Gespräch auf dem Weg zur Kaffeeküche. Zu Hause liegen Arbeitsdatei, private Nachrichten und Mittagessen dagegen oft nur einen Klick voneinander entfernt. Eine freie Viertelstunde ist dann schnell vorbei, obwohl man den Arbeitsplatz kaum verlassen hat. Eine brauchbare Pause beginnt mit einer sichtbaren Unterbrechung der bisherigen Tätigkeit.

Nicht nur die Anwendung wechseln

Die DGUV empfiehlt für Pausen im Homeoffice Tätigkeiten, die sich von der Arbeitsaufgabe unterscheiden, und nennt etwa Spaziergänge als Möglichkeit. Wer den Vormittag lesend und schreibend vor einem Bildschirm verbringt, findet in einem privaten Nachrichtenstrom nicht unbedingt diesen Wechsel. Entscheidend ist hier weniger, wie angenehm eine App gestaltet ist, sondern welche andere Tätigkeit tatsächlich stattfindet.

Das bedeutet keine Pflicht, jede Pause sportlich zu nutzen. Aufstehen, etwas essen, eine kurze Runde gehen oder mit einer Person über ein anderes Thema sprechen können unterschiedliche Unterbrechungen sein. Wählen Sie etwas, das zur verfügbaren Zeit und zu Ihren Möglichkeiten passt.

Die Pause vor dem Beginn erreichbar machen

Wenn zuerst Schuhe gesucht, Einkäufe geplant und eine lange Nachricht geschrieben werden müssen, ist die Unterbrechung schon mit Vorbereitungen gefüllt. Legen Sie eine einfache Option vorher fest. Ein erreichbarer Mantel und eine vertraute kurze Strecke sind häufig nützlicher als eine Sammlung aufwendiger Bewegungsvideos.

Kurze Pause am Fenster neben dem Arbeitsplatz

Pausenideen nach der vorherigen Tätigkeit auswählen
Vorher Möglicher Wechsel Praktische Vorbereitung
Lange Textarbeit Aufstehen, Wasser holen und für einen Moment nach draußen schauen Eine Tasse oder Flasche abseits der Tastatur bereitstellen
Mehrere Videotermine Eine stille Unterbrechung ohne Kopfhörer Den nächsten Termin nicht direkt an den vorherigen hängen
Ein langer Vormittag am Tisch Mittagessen an einem anderen Platz und danach eine kurze Runde gehen Eine einfache Mahlzeit und eine passende Strecke kennen
Konzentrierte Einzelarbeit Ein kurzes privates Gespräch ohne parallele Bildschirmarbeit Eine Gelegenheit vereinbaren, statt mehrere Chats anzufangen

Eine Unterbrechung darf unproduktiv aussehen

Wer in jeder freien Minute Wäsche zusammenlegt, Nachrichten beantwortet und den Einkauf organisiert, unterbricht zwar die Erwerbsarbeit. Ob dabei tatsächlich eine Pause entsteht, ist eine andere Frage. Ein paar Schritte ohne weitere Aufgabe sind erlaubt. Sie müssen sich freie Zeit nicht erst durch zusätzlichen Haushalt verdienen.

  • Verlassen Sie den Arbeitsstuhl, wenn das möglich ist.
  • Lassen Sie den beruflichen Bildschirm während der Pause in Ruhe.
  • Beginnen Sie keine private Aufgabe, die deutlich länger als die Unterbrechung dauert.
  • Nutzen Sie eine Erinnerung zum Ende nur, wenn sie Ihnen hilft und nicht ständig drängt.

Wenn Sie zu Hause Betreuungspflichten haben, sind nicht alle Unterbrechungen frei verfügbar. Gerade dann lohnt sich eine realistische Absprache: Welche Zeit gehört tatsächlich der Erholung, und wann beginnt eine andere Verantwortung? Beides sollte nicht automatisch als dieselbe Pause behandelt werden.

Mit dem Team einen verlässlichen Rahmen finden

Eine Pause lässt sich schwer einhalten, wenn die Kalender durchgehend belegt sind oder jede Nachricht sofort beantwortet werden soll. Sprechen Sie im Team über die Terminplanung und über erwartete Reaktionszeiten. Sichtbare Pausen im Kalender sind ein Hilfsmittel, sofern sie in der Zusammenarbeit respektiert werden.

  1. Prüfen Sie, wo sich Besprechungen regelmäßig ohne Übergang aneinanderreihen.
  2. Klären Sie, ob Termine früher enden oder später beginnen können.
  3. Vereinbaren Sie, wie Abwesenheit während einer Pause angezeigt wird.
  4. Besprechen Sie wiederkehrende Hindernisse mit der zuständigen Führungskraft.

Die hier beschriebenen kleinen Unterbrechungen ersetzen keine vorgeschriebenen Ruhepausen und keine betrieblichen Regelungen. Welche Zeiten in Ihrem Arbeitsverhältnis gelten, klären Sie über die zuständigen betrieblichen Stellen. Ein privater Timer kann diese Organisation nicht übernehmen.

Nach der Pause ohne neue Hektik weiterarbeiten

Lassen Sie vor der Unterbrechung einen kurzen Einstiegshinweis liegen: etwa die nächste Frage im Dokument oder die Zeile, an der Sie weiterarbeiten möchten. So müssen Sie nach der Rückkehr nicht erst alle Fenster durchsuchen. Es reicht, den Arbeitsstand kurz zu sichern; die Pause soll nicht mit zusätzlicher Vorarbeit bezahlt werden.

Was, wenn ich das Aufstehen ständig vergesse?

Verknüpfen Sie es mit vorhandenen Übergängen, etwa nach einem abgeschlossenen Termin. Eine zurückhaltende Erinnerung kann helfen. Prüfen Sie jedoch zuerst, ob die Arbeitsabläufe überhaupt Raum für die Unterbrechung lassen.

Ist ein Video mit Bewegungsübungen eine gute Pause?

Das kann zu Ihnen passen, wenn die Übungen geeignet und verständlich sind. Es ist aber keine Voraussetzung. Eine einfache Bewegung ohne zusätzliches Bildschirmangebot kann die praktischere Wahl sein.

Muss ich bei schlechtem Wetter nach draußen?

Nein. Auch ein anderer Raum, eine bequeme Sitzgelegenheit abseits des Schreibtischs oder eine kurze Bewegung in der Wohnung können den Tätigkeitswechsel sichtbar machen. Entscheiden Sie nach Ihren Möglichkeiten.

Quelle: DGUV: Pausen im Homeoffice – Hauptsache in Bewegung kommen.